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Panchamahabhuta – Die 5 Elemente – Worauf der Ayurveda basiert

Worauf basiert eigentlich der Ayurveda und warum spielen die Sinne dabei eine so grosse Rolle?

Bist Du ein sinnlicher Mensch? Wenn ja, dann ist Ayurveda genau richtig für Dich! Warum?
Ayurveda ist die Lehre der Eigenschaften, und um diese zu erfassen, braucht es unsere Sinne.

Im Ayurveda sprechen wir von Panchamahabhuta – den 5 grossen Elementen

Warum das so wichtig ist?

Diese 5 Elemente stellen die Basis aller Materie dar. Auch jede unserer Körperzellen besteht aus den 5 Elementen. Fehlt ein Element, so ist die Zelle nicht überlebensfähig.

Die Elemente sind die Grundlage

  • aller Funktionen (Vata, Pitta, Kapha),
  • der Verdauungs- und Stoffwechselvorgänge (Agni, Mala)
  • der Geschmacksrichtungen (Rasa) sowie aller chronobiologischer Rhythmen

Die 5 grossen Elemente sind

  1. Erde – Prithvi, steht für Form, Masse, Stabilität und Kompaktheit
  2. Wasser – Jala, steht für Leben und Feuchtigkeit
  3. Feuer – Tejas, steht für Transformation, Thermik, Glanz & Farbe
  4. Luft – Vayu, steht für Bewegung, Transport und Alterung
  5. Raum – Akasha, steht für Widerstandslosigkeit und Manifestation


Der Äther ist das feinstofflichste Element der Panchamahabhuta und ermöglicht erst die Entfaltung der anderen Elemente. Unsere Ohren als Sinnes- und unser Mund als Handlungsorgan sind mit dem Element Äther verbunden. Im Körper finden wir Akasha in den Hohlräumen wie z.B. dem Mund, der Nase, unseren Atemwegen, im Brust- und Bauchraum sowie Magen-Darm-Trakt)

Das was durch den Äther, also den Raum, zirkuliert ist die Luft. Luft ist immer in Bewegung. Die Haut als Sinnes- und die Hände als Handlungsorgan sind dem Element Luft zugeordnet. Im Körper finden wir Luft in Form der sog. Vayus (Winde), welche die Bewegungsprozesse im Körper steuern, wie z.B. den Herzschlag, den Blutkreislauf, die Atmung, den Transport von Nahrung und auch das An- und Entspannen von Muskeln.

Durch die Reibung der Luftbewegung wird Wärme erzeugt und wodurch sich letztlich ein Feuer entzündet. Feuer ist die Grundlage aller Transformationsprozesse. Die Augen als Sinnes- und die Füsse als Handlungsorgane sind mit Element Feuer verbunden. Im Körper wirkt das Feuer unter anderem im Magen-Darm-Trakt und ist für den Stoffwechsel verantwortlich, aber es ist auch in der grauen Substanz im Gehirn vertreten und sorgt für unsere Intelligenz.

Die Hitze des Feuers löst sich schliesslich auf auf verflüssigt bestimmte ätherische Elemente und formt daraus Wasser. Das Element Wasser steht für das Thema Fortpflanzung. Dem Wasser zugeordnet sind die Zunge als Sinnes- und die Geschlechtsorgane als Handlungsorgane. Im Körper finden wir das Wasser z.B. in den Ausscheidungen der Verdauungssäften, in den Schleimhäuten sowie im (Zell)Plasma.

Das Element Erde, welches sich aus verfestigten Wassermolekülen bildet, ist das grobstofflichste der Panchamahabhuta. Es steht für Stabilität und Struktur. Die Nase ist das zugeordnete Sinnes- und die Ausscheidungsorgane die zugeordneten Handlungsorgane. Im Körper findet wir das Element Erde in allen festen Strukturen, wie z.B. in den verschiedenen Geweben.

Die Elemente werden durch ihre Eigenschaften wahrgenommen, die man im Ayurveda Guna nennt

Wir unterscheiden dabei 20 Eigenschaften als Gegensatzpaare, von denen 6 als sog. „Mahaguna“ bezeichnet werden, also die „grossen“ Guna, was ihre Relevanz betont:

  • – heiss oder kalt
  • – leicht oder schwer
  • – trocken oder feucht

Die weiteren Gegensatzpaare lauten:

  • – spitz oder träge
  • – mobil oder statisch
  • – hart oder weich
  • – fein oder grob
  • – klar oder trüb
  • – rau oder glatt
  • – dünn- oder dickflüssig

Jetzt fragst Du Dich wahrscheinlich: Was hat denn das allen nun mit dem Thema Gesundheit zu tun?

Wie schon Anfangs erwähnt, sind die 5 Elemente mit ihren Eigenschaften die Basis aller Materie.
Und im Ayurveda zielen wir auf das Erhalten bzw. Erreichen einer Balance ab. Wenn die Elemente in unserem Körper ins Ungleichgewicht kommen, kann dies zu Problemen führen.

Was wir konkret tun, um eine Balance zu erhalten bzw. zu erreichen?

Im Ayurveda gilt der Grundsatz der „Antipathie“, d.h. wir behandeln nach dem Prinzip der Gegensätzlichkeit.

Dazu ein paar praktische Beispiele:

  • – Wenn wir im Körper zu viel Hitze vorfinden, kühlen wir ihn gezielt ab.
  • – Wenn der Körper zu trocken geworden ist, sorgen wir für Befeuchtung (von innen und aussen).
  • – Wenn wir zu viel Schwere (Gewicht) angesammelt haben, sorgen wir für mehr Leichtigkeit durch Reduktion.

Somit besteht auch ein grosser Teil der Analyse im Ayurveda darin, zu bestimmen, welche Eigenschaften aus dem Gleichgewicht geraten sind, um geeignete Massnahmen zu definieren.

Diese Massnahmen verschaffen dann eine entsprechende Linderung (Shamana), ersetzen aber nicht die weitere Ursachenanalyse.

Also die Frage, warum ist dieses Ungleichgewicht eigentlich entstanden? Und wo können wir ansetzen, damit es nachhaltig behoben wird?

Wenn Du wissen möchtest, welche Rolle dabei der Geist spielt, empfehle ich Dir diesen Beitrag Ganzheitliche Gesundheit – Was heisst das eigentlich? Und warum sehe ich geistige Gesundheit als einen Schwerpunkt meiner Arbeit?

Oder Du interessierst Dich mehr für das Prinzip von Vata, Pitta und Kapha, dann ist der nächste Beitrag genau richtig für Dich…

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Yvonne Lange

Ayurveda, Yoga und Achtsamkeit

Hallo, ich bin Yvonne, Ayurveda Expertin & Yogalehrerin. Auf meinem Blog findest Du lehrreiche Impulse zu Ayurveda, Achtsamkeit und Yoga sowie Links auf meine verschiedenen YouTube Videos, so dass Du jederzeit mit mir ganz unkompliziert Yoga, Meditation und Atemübungen praktizieren kannst.

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