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Svastha – Das Verständnis von Gesundheit im Ayurveda

Svastha – Das ayurvedische Verständnis von Gesundheit

Was bedeutet für Dich ganz persönlich Gesundheit?

  • Wenn Du eine bakterielle Infektion erfolgreich überstanden hast?
  • Wenn Du nach einem Unfall mit gebrochenem Bein wieder beschwerdefrei laufen kannst?
  • Wenn Deine Rückenschmerzen nach der Spritze vom Arzt endlich wieder abgeklungen sind?

Falls Du Dich in einem der Beispiele wiedergefunden hast, dann befindest Du Dich in bester Gesellschaft.

Vielfach herrscht das Verständnis vor: Gesundheit ist die Abwesenheit von Krankheit.

Das ist aber überhaupt nicht das ayurvedische Verständnis von Gesundheit.

In der Sushruta Samitha (SS) einer der wichtigsten und ältesten Schriften heisst es in Su.15.41:

«Ein Mensch wird gesund genannt, dessen Physiologie im Gleichgewicht ist, dessen Verdauung und Stoffwechsel gut arbeiten, dessen Gewebe und Ausscheidungsfunktionen normal funktionieren und dessen Seele, Geist und Sinne sich im Zustand dauerhaften, inneren Glücks befinden».

Du siehst, Gesundheit ist im Ayurveda ein sehr umfassendes Thema und der Prophylaxe wird dabei eine grosse Bedeutung beigemessen.

Im Ayurveda geht man davon aus, dass man jeden Tag etwas aktiv für seine Gesundheit tun sollte.

Deshalb zielen auch nur rund 1/3 der Massnahmen auf Therapie ab während sich 2/3 mit der Vorbeugung von Beschwerden beschäftigen.
Gesundheit wird im Ayurveda nicht als «Zustand», also als etwas Absolutes angesehen, sondern als ein «Prozess», ein Kontinuum.
Das heisst auch, dass Schwankungen in unserem Befinden völlig normal sind. Erst, wenn die «Ausschläge» diese Schwankungen sehr gross und länger anhaltend sind, beginnen wir uns im Ayurveda damit zu beschäftigen.

Wie wir jetzt also gelernt haben, ist der Weg zu Svastha im Ayurveda «mit Arbeit verbunden» und besteht im Wesentlichen aus 3 Schritten:

Verantwortung

Wir können zu 90% mit Hilfe unserer Gedanken, Worte und Taten unser Leben und damit auch unsere Zukunft selbst gestalten. Wir sollten also nicht versuchen, die Verantwortung abzugeben an andere Menschen (z.B. Ärzte) oder uns darauf zu berufen, dass ja «sowieso die Gene an allem Schuld sind».

Veränderung

Wir müssen bereit sein, aus bestehenden Mustern auszubrechen, die uns nicht zuträglich sind und zwar in allen Lebensbereichen. Wenn wir weiterhin das tun, was wir immer getan haben, können wir auch keine anderen Ergebnisse erwarten. Wichtig ist hier, nicht einfach etwas Unzuträgliches wegzulassen, ohne es mit etwas anderem, Zuträglicherem, zu ersetzen. Das führt zu einem Mangelempfinden.

Disziplinierung

Wir müssen unser Verhalten regelmässig reflektieren und uns bewusst machen, wie leicht es ist, vom Weg abzukommen. Unser Geist mag keine Veränderungen und wir müssen Dinge über einen gewissen Zeitraum anhaltend tun, damit sie zu einer neuen Gewohnheit werden.

Und was eigentlich die Basis der ayurvedischen Lehre ist und was das alles mit der Gesundheit zu tun hat, erfährst Du im nächsten Beitrag…

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Yvonne Lange

Ayurveda, Yoga und Achtsamkeit

Hallo, ich bin Yvonne, Ayurveda Expertin & Yogalehrerin. Auf meinem Blog findest Du lehrreiche Impulse zu Ayurveda, Achtsamkeit und Yoga sowie Links auf meine verschiedenen YouTube Videos, so dass Du jederzeit mit mir ganz unkompliziert Yoga, Meditation und Atemübungen praktizieren kannst.

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